Mehr als ein Drittel aller Zeitarbeiter kommt aus dem Ausland

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Zeitarbeit schafft sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze

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Über eine Million Zeitarbeiter gibt es in Deutschland. 34 Prozent von ihnen sind Ausländer. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit. Demnach leisten Personaldienstleister aktuell einen gewaltigen Beitrag, um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse für Einwanderer und Asylsuchende zu schaffen.

Der Anteil der Nichtdeutschen ist in der Zeitarbeits-Branche in den vergangenen Jahren gestiegen und fast dreimal so hoch wie unter den Beschäftigten insgesamt. Dort liegt der Ausländeranteil bei elf Prozent.

Neun von zehn Zeitarbeitern sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt

Auch immer mehr Zuwanderer, die über das Asylsystem gekommen sind, finden in der Leiharbeit eine Anstellung. Vor zwei Jahren waren noch 14.000 Menschen aus den acht Hauptherkunftsländern von Asylbewerbern (Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea, Pakistan, Nigeria, Somalia, Iran) in der Leiharbeit beschäftigt. Inzwischen sind es 45.000, wie die Sonderauswertung der Bundesagentur ergab.

Die große Mehrheit der ausländischen Arbeitnehmer geht einer ungelernten Helfertätigkeit nach. Unter allen Ausländern liegt dieser Anteil bei 71 Prozent, unter den deutschen Leiharbeitnehmern bei 46 Prozent.

Laut Bundesagentur sind neun von zehn Leiharbeitnehmern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 84 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in der Leiharbeit sind laut BA in Vollzeit (809.000 Stellen); unter den Beschäftigten insgesamt liegt der Vollzeitanteil bei 72 Prozent.

In Zukunft soll es erleichterte Zuwanderungsmöglichkeiten für Nichteuropäer geben. Doch vom neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird die Leiharbeitsbranche nicht profitieren. Mit der von der Bundesregierung geplanten Reform, die im Frühjahr vom Bundestag beschlossen werden soll, dürfen Nichteuropäer mit einer Berufsausbildung ohne Vorrangprüfung in Deutschland arbeiten. Es wird also auch in Bereichen ohne Fachkräftemangel nicht mehr geschaut, ob ein arbeitsloser Deutscher oder EU-Bürger den Arbeitsplatz haben möchte. Allerdings heißt es im Gesetzentwurf, die Zustimmung der Bundesagentur für einen Aufenthaltstitel werde versagt, „wenn der Ausländer als Leiharbeitnehmer tätig werden will“.

Positiver Trend bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise

Insgesamt gibt es einen positiven Trend bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise, denn den aktuell 289.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten aus den acht wichtigen Asylherkunftsländern standen zur Jahresmitte 2017 nur 157.000 gegenüber.

Dennoch fällt es vielen Zuwanderern weiterhin schwer, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu finden. Von den insgesamt rund 33 Millionen Menschen mit einer solchen Arbeitsstelle haben laut Statistischem Bundesamt rund 29 Millionen die deutsche Staatsangehörigkeit. Rund zwei Millionen sind aus EU-Staaten und rund 1,7 Millionen aus der übrigen Welt.

(Quellen: DIE WELT; Bundesagentur für Arbeit) 

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